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17.08.2022

E-Mountainbikes sind Chance und Gefahr

Ein E-Mountainbiker vor sechs Jahren am Flüelapass bei Davos GR. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Tourismus – Wer ein Elektro-Mountainbike fährt, ist im Durchschnitt älter, finanzkräftiger und weniger leistungsorientiert als Mountainbikerinnen und -biker auf Velos ohne Motorenunterstützung. Das zeigt eine Studie des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Bern.

Diese Charakteristik von E-Mountainbike-Fahrerinnen und -Fahrern berge für Tourismusdestinationen in den Alpen ein grosses wirtschaftliches Potenzial, steht in einer Mitteilung der Universität Bern vom Mittwoch. Es bestehe aber auch die Gefahr, dass der Landschaftsverbrauch erhöht und die Attraktivität eines Gebiets beeinträchtigt werde.

"Wer sich auf E-Mountainbike-Angebote spezialisiert, muss allenfalls bei anderen Zielgruppen reduzieren, um die ökologische und soziale Belastung im Rahmen zu halten": Das sagt der Studienleiter Christian Moesch laut der Mitteilung.

Die Studie stützt sich auf eine Befragung von 175 E-Mountainbikerinnen und -bikern. Zudem führten die Wissenschaftler sechs vertiefende Interviews durch mit Vertretern von Destinationen, in denen das Mountainbiking wichtig ist. Auch Organisationen wie Pro Natura und Schweizmobil kamen zu Wort.

Laut der Umfrage steigen Menschen auf ein E-Mountainbike, um sich fit und gesund zu halten, die Natur zu erleben, um sich zu erholen und zur Abwechslung. Zwischen 20 und 25 Prozent der E-Mountainbikes werden von Frauen gefahren. Der Frauenanteil bei den konventionellen Mountainbikes ist laut Uni Bern ähnlich gross.

Keystone-SDA