Home Region In-/Ausland Sport Rubriken Agenda
Wattwil
14.11.2022

Bittere Niederlage für Volley Toggenburg

Die Mobiliar-Topscorerin Maggie Nedoma war einmal mehr der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Toggenburgerinnen. Bild: Teresa De Cristofaro Frei
Die Reise führte die Damen von Trainer Mäsi Erni am Sonntag zum Auswärtsspiel nach Düdingen.

Beherzter Auftritt im Startsatz

Respektlos begannen die Wattwilerinnen gegen die favorisierten Freiburgerinnen. Aufbauend aus einer sauberen Annahme heraus erarbeitete sich die Offensive um Topscorerin Maggie Nedoma einen Vorsprung zum 9-5. Obschon die Powercats wieder zum 13-13 ausgleichen konnte, blieben die Wattwilerinnen spielbestimmend. Romina Schnyder in der Defensive glänzte ein ums andere Mal und die erst 17 jährige Svenja Wenger verzauberte die Fans mit spektakulären Punkten. Bis zum 20-15 lag ein Satzgewinn gegen die Freiburgerinnen in der Luft. Doch der Vorsprung wirkte lähmend auf die bis anhin souverän agierenden Wattwilerinnen. Mit 3 Fehlern in Folge schenkten sie dem Heimteam den ersten Satz mit 22-25.

Das Pendel im zweiten Satz schwenkte deutlich zu Gunsten der Favoritinnen. Einerseits spürte man die Verunsicherung nach dem engen Startsatz. Anderseits schien Düdingen in der Partie angekommen zu sein. In der Verteidigung machten diese nun kaum mehr Fehler und in der Offensive hatten die Powercats deutlich mehr Optionen als die Wattwilerinnen. Der zweite Satz ging deutlich mit 17-25 an das Heimteam.

Volleyball findet vor allem im Kopf statt

Verkehrte Welt im dritten Satz. Erneut rissen die Damen von Trainer Mäsi Erni das Spieldiktat an sich und erkämpften sich erneut eine Führung. Mit etwas Glück und einer tiefen Fehlerquote bewies Raiffeisen Volley Toggenburg, dass es möglich ist, selbst Topteams in Bedrängnis zu bringen. Vor allem die Annahme war am heutigen Tag sehr gut aufgelegt und Romy Schnyder wurde zurecht zur besten Spielerin beim Gastteam ausgezeichnet. Volley Toggenburg zog zum entscheidenden 21-14 davon. Dachte man…

Und plötzlich waren sie wieder da! Die Fehler, die man auf diesem Niveau einfach nicht begehen darf. Mit dem möglichen Satzgwinn vor Augen agierten die Toggenburgerinnen zunehmend nervös und fahrig. Die sonst gut aufgelegte Kimi Schnegg leistete sich 3 Annahmefehler in Folge. Auch die Pässe kamen in dieser Phase zu ungenau, sodass die sonst so zuverlässige Maggie Nedoma ein ums andere Mal am Block des Heimteams scheiterte. Volley Düdingen nahm die Geschenke natürlich dankend an und drehte den verloren geglaubten Satz doch noch zum 23-25.

Erneut; keine Punkte trotz gutem Spiel

Einmal mehr scheiterten die Wattwilerinnen im entscheidenden Moment an sich selbst. Es ist bitter mitanzusehen, dass dieses Team zwar über das spielerische Potenzial für die NLA verfügt, aber die Partien in den denkbar ungünstigten Momenten aus der Hand gibt. Natürlich kann man argumentieren, dass die Wattwilerinnen das mit Abstand jüngste Team der Liga stellen. Doch diese Tatsache hilft im Kampf um den Abstieg herzlich wenig.

Volley Düdingen - Raiffeisen Volley Toggenburg   0 - 3

Sätze: 22-25, 17-25, 23-25

Sporthalle Leimacker, Düdingen / Zuschauer: 402 – – SR Jungen / Kälin

Raiffeisen Volley Toggenburg: Maggie Nedoma, Jeanina Wirz, Joanna Mazzoleni, Romina Schnyder, Annouk Erni, Julia Tays, Svenja Wenger / Aline Kellenberger, Kimi Schnegg, Elis Albertini, (alle eingewechselt) / Griere Hughes, Nora Sacher (verletzt)

Markus Imthurn