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Wattwil
22.11.2022

Kellerduell in der Rietsteinhalle

Vor allem am Block zeigte Raiffeisen Volley Toggenburg keine genügende Leistung. Bild: Teresa De Cristofaro Frei
Gespannt erwartete man das Team aus Genf in der Rietsteinhalle.

Tatsächlich waren es die Gäste die von Anfang an das Spiel bestimmten. Angeführt von ihrer überragenden Topscorerin Jody Larson erarbeitete sich die Genferinnen einen soliden Vorsprung. Bei Volley Toggenburg passte im Startsatz dagegen nicht viel zusammen. Beim Block waren die Wattwilerinnen meistens einen Schritt zu spät dran. Und selbst die sonst so überzeugend aufspielende Maggie Nedoma konnte in der Offensive kaum Akzente setzen. Der erste Satz ging mit 16-25 deutlich an die Gäste aus Genf.

Nichts für schwache Nerven

Trainer Marcel Erni reagierte und schickte die erst 16-jährige Aline Kellenberger auf das Feld. Man spürte, wie nun ein Ruck durch das Heimteam ging. Plötzlich konnte Maggie Nedoma die gegnerische Abwehr ein ums andere Mal ausspielen und in der Mitte zeigte Mittelblockerin Joanna Mazzoleni einen starken zweiten Satz. 21-14 lag das Heimteam in Front und steuerte dem Satzgewinn entgegen, doch wie schon vor Wochenfrist brachte Raiffeisen Volley auch diesen Vorsprung nicht ins Ziel. Reihenweise vermasselte das Heimteam seine Chancen und tatsächlich drehte Genf den Satz zum 24-25. Immerhin muss man den Wattwilerinnen zu Gute halten, dass sie sich vehement gegen den Satzverlust stemmten. Ganze 5 Satzbälle wehrte das Heimteam ab ehe es selber zwei Satzbälle vergab. Das ständige Hin- und Her zerrte gehörig an den Nerven der Spielerinnen. So verwundert es nicht, dass ausgerechnet zwei Servicefehler der Genferinnen den Satz zum 40-38 (!) für Volley Toggenburg entschieden.

Genève Volley zieht durch

Das der zweite Satz Kraft gekostet hatte, bemerkte man in der Folge vor allem beim Heimteam. Raiffeisen Volley Toggenburg war nun kaum mehr zu Gegenwehr fähig und zeigte vor allem offensiv eine enttäuschende Leistung. Auch in der Abwehr waren die Wattwilerinnen häufig wieder den einen Schritt zu spät. Nach dem brutalen 11-25 im dritten Satz zeigte sich das Heimteam zunehmend resigniert. Die eigenen Angriffe blieben in der starken Defensive der Genferinnen hängen und im Gegenzug schoss Jody Larson ihr Team praktisch im Alleingang zum Sieg. Ihr 32ster Punkt beendete die Partie zum 15-25 im vierten Satz zum Endstand von 1-3.

Das bisher schwächste Spiel

Raiffeisen Volley Toggenburg zeigte im Spiel gegen die Genferinnen die bisher schlechteste Leistung der Saison. In der Offensive konnte nur jede dritte Chance verwertet werden, was ganz klar ungenügend ist. Selbst die so oft gelobte Maggie Nedoma konnte kaum Akzente setzen. Noch mehr sollte Trainer Mäsi Erni jedoch die Blockarbeit zu denken geben. Zugegeben, die Blocks gehörten noch selten zu den Spezialitäten der Wattwilerinnen, doch mit lediglich 3 Blockpunkten im gesamten Spiel kann selbst der optimistischste Trainer nicht zufrieden sein. Raiffeisen Volley Toggenburg ist nach der sechsten Runde mit 0 Punkten am Tabellenende. Das Neuntplatzierte VFM hat indes bereits 5 Punkte Vorsprung.

Raiffeisen Volley Toggenburg – Volley Genève   1 - 3

Sätze: 16-25, 40-38, 11-25, 15-25

Rietsteinhalle, Wattwil –140 Zuschauer – SR Hutmacher / Perdrizat

Raiffeisen Volley Toggenburg: Maggie Nedoma, Jeanina Wirz, Joanna Mazzoleni, Romina Schnyder, Svenja Wenger, Annouk Erni, Julia Tays, / Aline Kellenberger, Nora Sacher, Kimi Schnegg, Elis Albertini (alle eingewechselt)

Markus Imthurn, Wattwil