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23.04.2021

Grösster Trainer der Lakers-Geschichte auf dem Höhepunkt

Immer aktiv: Jeff Tomlinson gibt seinen Spielern Anweisungen. (Bild Keystone / Alessandro della Valle) Bild: Linth24 / ZVG
Die SCRJ Lakers stehen seit Mittwochabend als Playoff-Halbfinalist fest. Der Erfolg ist eng mit einem Namen verbunden: Jeff Tomlinson.

Er ist als erster Lakers-Trainer sowohl aufgestiegen wie auch im Playoff-Halbfinal.

Pekka Rautakallio und Bill Gilligan heissen die grossen Trainer in der Klubgeschichte der SCRJ Lakers. Der Finne war der Übungsleiter beim ersten Aufstieg in die Nationalliga A im Jahr 1994. Der Amerikaner war Cheftrainer, als die Lakers 2006 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Playoff-Halbfinal erreichten.

Sowohl Aufstieg als auch Qualifikation

Eigentlich schon seit dem Aufstieg 2018, spätestens aber seit Mittwochabend gehört ein weiterer Name auf diese exklusive Liste: Jeff Tomlinson. Der Deutsch-Kanadier ist der erste Trainer der SCRJ Lakers, dem sowohl der Aufstieg als auch die Qualifikation für den Playoff-Halbfinal gelungen ist.

Was der heute Freitag 51 Jahre alt werdende Trainer mit seiner Mannschaft in dieser Saison vollbracht hat, grenzt an eine Sensation. Als Qualifikationszehnte starteten die Lakers ohne Kredit in die neu geschaffenen Pre-Playoffs. Ohne mit der Wimper zu zucken, eliminierten die Rapperswiler dann den EHC Biel mit 2:0-Siegen. Im Viertelfinal wartete mit Lugano ein vermeintlich übermächtiger Gegner.

Tomlinson hat grossen Anteil

Seit Mittwochabend ist nun klar, dass der Gegner doch nicht übermächtig war. Nach der Niederlage zum Auftakt reihten die Rapperswiler vier Siege aneinander und schickten die Luganesi mit einem einfachen, aber effektiven Playoff-Hockey in die Ferien. Dass die Lakers in diesem Playoff-Halbfinal stehen, ist zu einem grossen Teil auch Jeff Tomlinson zu verdanken.  Tomlinson ist bei den Spielern äusserst beliebt, sie zerreissen sich für ihren Chef, der am Ende der Saison den Klub verlassen muss. «Wir sind wie eine Familie. Wir mögen uns alle sehr gut», beschreibt Tomlinson die Tatsache, dass die Lakers Spiel für Spiel als eine verschworene Einheit auftreten.

Unerwartet deutlicher Sieg

Dass sich seine Jungs für den Halbfinal qualifizieren konnten, macht den Übungsleiter stolz. «Wir wollten diesen Sieg unbedingt und haben alles dafür gemacht.» Dass sie Lugano gleich 4:1 aus den Playoffs schicken, kam auch für Tomlinson unerwartet. «Ich habe vor der Serie gesagt, dass wir Lugano ärgern wollen und mit Respekt nach Hause gehen wollen. Das ist uns glaub ich ziemlich gut gelungen», sagt er lachend.

Der HC Lugano wurde von den Lakers nicht nur geärgert, sondern eliminiert. Tomlinsons Mannen liessen sich  in der Verlängerung am Mittwoch wenig davon beeindrucken, dass sie elf Sekunden vor Schluss einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand gegeben hatten. «Ich bin sehr beeindruckt, wie sehr die Jungs den Fokus gehalten haben », sagt Tomlinson dazu.

Dass nach letztem Samstag, als der 23-jährige Sandro Forrer die Partie in der Verlängerung entschied, mit Gian-Marco Wetter (20) erneut ein Jungspund die Lakers zum Sieg schoss, freut Tomlinson. «Unsere Jungen sind Overtime-Spezialisten, die den Unterschied ausmachten.»

In Vereinsgeschichte eingebrannt

Weiter geht es mit dem Halbfinal – je nach Verlauf der anderen Serien – am Sonntag oder Dienstag. Gegner wird dann entweder der EV Zug oder Genf-Servette sein. Wie auch immer der Halbfinal ausgehen wird, eines ist klar: Jeff Tomlinson hat sich mit seinen Leistungen tief in die Vereinsgeschichte der SCRJ Lakers gebrannt. Und er wird den Verein Ende Saison mit erhobenem Haupt verlassen.

Lars Morger, Linth24/Höfe24/Toggenburg24