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Sport Regional
11.10.2021

Volley Toggenburg unterliegt Cheseaux im zweiten Spiel

Libera Lara Hasler zeigte in Cheseaux ein starkes Spiel.
Libera Lara Hasler zeigte in Cheseaux ein starkes Spiel. Bild: Volley Toggenburg
Die Waadtländerinnen gehörten in der vergangenen Saison zu den Gewinnern. Souve-rän wurden sie Fünfte in der Liga und brachten sogar die Spitzenteams in Bedrängnis. Der Erfolg für diese Leistung bedeutete zudem die Qualifikation für den Europa-Cup.

Ausgeglichener erster Satz

Volley Toggenburg startete nervös. Vor allem die Blockarbeit war zu Beginn fehleranfällig. Und auch die Annahme bekundete mit den variantenreichen Aufschlägen von Thaïs Freymond erhebliche Schwierigkeiten. Ab dem 8-4 war jedoch Schluss mit den Geschenken und es geschah erstaunliches. Die Defensive wurde stabiler und die Punkte umkämpfter. Vor allem Libera Lara Hasler und die beiden amerikanischen Angreiferinnen setzten sich immer stärker in Szene. Cheseaux schien überrascht, dass die Gäste so gut mithalten konnten. Mit einer Service-Serie von Annouk Erni kamen die Toggenburgerinnen sogar wieder gefährlich nahe heran. Doch die Hypothek vom Satzanfang war zu gross. Cheseaux gewann den ersten Satz mit 25-21.

Der Favorit müht sich weiter

Auch der zweite Satz verlief äusserst ausgeglichen. Volley Toggenburg kämpfte um jeden Ball und zeigte in der Defensive eine ganz starke Leistung. Die eingewechselte Alina Hofacher drehte mit einer variablen Serviceserie einen 8-5 Rückstand zu einem 8-9 Vorsprung. Volley Toggenburg war in dieser Phase das stärkere Team und drückte vor allem mit der Amerikanerin Roberts auf’s Tempo. Beim 11-11 sorgte allerdings ein Monsterblock von Maude Lavanchy für einen Schockmoment. Die Wattwilerinnen schienen kurz irritiert und gerieten dadurch aus dem Tritt, welchen die Waadtländerinnen zum 15-12 ausnützten. Cheseaux liess sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen und gewann den Satz mit 25-18 doch noch recht sicher.

Dem hohen Tempo Tribut gezollt

Die Toggenburgerinnen verschliefen den Start zum dritten Satz komplett. Nach dem dritten Fehler in Folge intervenierte Trainer Erni mit einem Time-Out. Tatsächlich konnten seine Damen das Spiel nochmals ausgleichen. Nicht zuletzt auch Dank der grossartig aufspielenden Sabryn Roberts. Doch man spürte, dass nun die Kräfte der Gäste aus Toggenburg langsam nachliessen. Beim Stand von 8-5 kam Margaret Wolowicz zum Service. Die Amerikanerin sorgte mit ihrem variantenreichen Aufschlag für reichlich Verwirrung bei den Wattwilerinnen. Diese bekamen deren Aufschläge nicht in den Griff und kurz darauf stand es bereits 18-5. Damit war das Spiel natürlich gelaufen. Auch wenn sich die Gäste nochmals fangen konnten, ging der dritte Satz mit 25-10 verloren.

Dem Favoriten getrotzt

Das deutliche 25-10 im dritten Satz täuscht über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg. In den ersten beiden Sätzen war Toggenburg auf Augenhöhe mit dem Team, dass dieses Jahr in der Europa League spielt. 2-3 schwache Minuten der St. Gallerinnen nutzen die Gastgeber in den ersten beiden Sätzen resolut aus. Erfreulich aus der Sicht von Volley Toggenburg waren die sehenswerten Angriffe des Trio’s Erni, Roberts und Kekauoha. Aber auch die Defensive war heute ganz gut aufgelegt und zauberte ein ums andere Mal. Mit so einer starken Leistung darf man sich zurecht auf die nächsten Spiele freuen.

VBC Cheseaux – Volley Toggenburg: 3 - 0

Sätze: 25-21, 25-18, 25-10

Salle des omnisports, Cheseaux – 180 Zuschauer – SR Droguet/Wolf

Raiffeisen Volley Toggenburg: Sabryn Roberts, Joanna Mazzoleni, Jasmin Kuch, Annouk Erni, Elis Albertini, Harlee Kekauoha, Lara Hasler / Nora Sacher, Alina Hofacher, Jeanina Wirz (alle eingewechselt)

VBC Cheseaux: Thaïs Freymond, Maude Lavanchy, Marianne Hämmerli, Margaret Wolowicz, Maddie Haynes, Audirana Fitzmorris, Oriane Hämmerli / Pauline Simic, Ioanna Trezzini, Lorena Zurbuchen (alle eingewechselt) / Violeta Konstadinova (nicht eingesetzt / Ines Granvorka (verletzt)

Markus Imthurn