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14.10.2021

Halloween – und die Kassen klingeln

In den Geschäften gibt es unterdessen allerlei Artikel für das Halloweenfest am 31. Oktober zu kaufen.
In den Geschäften gibt es unterdessen allerlei Artikel für das Halloweenfest am 31. Oktober zu kaufen. Bild: Pixabay
Halloween benennt die Volksbräuche am Abend und in der Nacht vor dem Hochfest Allerheiligen, vom 31.10 auf den 1.11. Dieser Brauchtum war ursprünglich in Irland verbreitet. Die Einwanderer bauten sie in den USA aus.

Die irischen Einwanderer in den USA pflegten ihre Bräuche in Erinnerung an ihre Heimat und bauten sie aus.

Im Zuge der irischen Renaissance nach 1830 wurden in der frühen volkskundlichen Literatur eine Kontinuität der Halloweenbräuche seit der Keltenzeit und Bezüge zu heidnischen und keltischen Traditionen wie dem Samhainfest angenommen.

Seit den 1990er Jahren verbreiten sich Halloween-Bräuche in US-amerikanischer Ausprägung auch im kontinenalen Europa aus. Dabei gibt es deutlich regionale Unterschiede. So vermischten sich insbesondere im deutschsprachigen Raum heimatliche Bräuche wie Rübengeister oder Taulicht (in Deutschland) mit Halloween.

Halloween wird auch oft mit der Walpurgisnacht in Verbindung gebracht, deshalb die Hexe, die auf ihrem Besen fliegt. Bild: Pixabay

Heidnisches Fest

Der Religionsethnologe Sir James Frazer beschrieb in seinem Standardwerk The Golden Bough (in der Ausgabe von 1922) Halloween als «altes heidnisches Totenfest mit einer dünnen christlichen Hülle».

Es ist das zweite wichtige Fest der Kelten neben dem Frühjahrsfest Beltane am 1. Mai (Walpurgisnacht). Christliche Synoden versuchten immer wieder, solche heidnischen Riten abzuschaffen.

Sommerende und Seelenrückkehr

An Halloween wird auch das Sommerende und der Einzug des Viehs in die Ställe gefeiert. Man glaubte auch, dass in dieser Zeit die Seelen der Toten in ihre Heime zurückgekehrt seien. Das Fest bestand aus Freudenfeuern auf Hügeln. Manchmal verkleideten sich die Menschen auch, um böse Geister zu vertreiben. Aus der Verbindung mit dem Totengott Samhain sollen sich die Bräuche von Halloween ableiten.

Die Kassen klingeln

Die These einer kontinuierlichen Entwicklung keltischer Bräuche zu modernen Halloweenbräuchen ist nicht richtig belegt.

Interessanter ist die aktuelle Entwicklung von Halloween in der Konsumwelt.

Umstritten sind nach wie vor die Streiche, Ruhestörungen und Belästigungen.

Halloween ist ein wichtiges Volksfest in den Vereinigten Staaten und Kanada. Der Brauch vom Kürbis kommt aus Irland und entstand aus einer Sage.

Böse Geister abwehren

Ursprünglich handelte es sich um eine beleuchtete Rübe, doch weil es in den vereinigten Staaten Kürbisse in grossen Mengen gibt, höhlte man ganz einfach Kürbisse aus. Um böse Geister abzuschrecken, schnitt am Fratzen in die Kürbisse, die vor dem Haus und Hof beleuchtet werden.

Der Brauch ist heute auch in der Schweiz nicht mehr wegzudenken, was sich im Verkauf in den Geschäften bemerkbar macht. Nicht nur Halloween-Kochbücher, Kostüme, viele Dekorationen, sondern auch Süssigkeiten in Hülle und Fülle gibt es zu kaufen. Von Tür zu Tür ziehen die Kinder und rufen «Süsses oder Saures».

Inzwischen hagelt es viel Kritik, weil Halloween alte europäisch lokale Bräuche verdrängen.

Patricia Rutz/Goldküste24/Toggenburg24