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22.11.2021

Haft für Impfverweigerer?

In Österreich sollen standhafte Impfverweigerer sogar hinter Gittern kommen Bild: shutterstock.com
Harsche Strafandrohungen will die österreichische Regierung zur Umsetzung der spätestens ab Anfang Februar 2022 in der Alpenrepublik geltenden Impfpflicht verfügen.

Ab Februar 2022 wird für alle Österreicher eine Impfpflicht gelten. Grosse Frage: Wie soll diese umgesetzt werden. Jetzt wurden erste Details der geplanten Verordnung bekannt. Impfverweigerern wird mit saftigen Bussen oder sogar mit dem Gang ins Gefängnis.

Brief der Verwaltungsbehörden

Ausnahmen wird es nur für jene Menschen geben, bei denen die Impfung aus medizinischen Gründen nicht möglich ist. Zur Umsetzung dieser Impfpflicht werden alle noch ungeimpften Personen einen Brief der Verwaltungsbehörden mit einer entsprechenden Aufforderung erhalten.

Wer dieser Anweisung nicht innerhalb der angegebenen Frist nachkommt und den Nachweis der Impfung erbringt, hat mit saftigen Strafen zu rechnen. Umgerechnet bis zu 3´800 Franken Geldbusse. Wer sich dann immer noch weigert, wird bis zu vier Wochen im Verwaltungsknast verbringen müssen. Fragt sich nur, was die grössere gesundheitliche Gefahr ist, die Impfung oder das Gefängnisessen?

Impflicht auch für Booster-Impfung

In Österreich wurde bereits vor Wochen mit den Booster-Impfungen für alle gestartet. Auch diese werden Pflicht. Und auch für die Nicht-Boosterer wird es Bussgelder für etwa 1´500 geben. Oder bis zu vier Wochen im Hotel mit den Gittern vor den Fenstern. Dafür mit viel Freizeit und Langeweile.

Von diesen in der Schweiz kopfschüttelnd betrachteten Massnahmen und Strafen wird auch das gesamte Gesundheitspersonal betroffen sein, für das bereits Ende Dezember die Impfpflicht eingeführt wird. Noch nicht bekannt ist, ob und in welchem Umfang die Regeln auch für Touristen und Shopper gelten werden.

rheintal24/gmh/uh/Toggenburg24