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24.11.2021

Brotgetreide: 95000 Tonnen deklassiert

Bild: Zeitung Schweizerbauer
Die vielen Niederschläge während der heurigen Getreideernte sorgten für Auswuchs und tiefe Erträge. Eine Herausforderung für die ganze Branche. Von der Landwirtschaftsbetrieben über die Mühlen bis hin zu den Bäckereien.

Am Dienstag fand die Delegiertenversammlung (DV) von Swissgranum statt. In seiner Ansprache forderte Präsident Lorenz Hirt die Branche dazu auf, das Bewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten für die Herkunft Schweiz zu nutzen und Schweizer Produkte noch besser in Wert zu setzen.

Er verwies dabei auf die Marke «Schweizer Brot» des gleichnamigen Vereins.

Vergleichbar mit 2016 und 2014

Die Bilanz der  heurigen Getreideernte wurde präsentiert. Diese war unterdurchschnittlich. Zu trocken war der April, zu feucht und kalt der Vorsommer und zu stark der Regen und die Gewitter im Juni und Juli. Die Erntemenge sei vergleichbar mit jener aus dem Jahr 2016, sagte Thomas Weisflog, stellvertretender Geschäftsführer von Swissgranum und qualitativ sei die Ernte vergleichbar mit dem Auswuchsjahr 2014.

Rund 95’000 Tonnen Brotgetreide mussten in den Futtersektor deklassiert werden. Aus diesem Grund weist die Versorgungsbilanz beim Brotgetreide auch ein Manko auf. Mit den Lagermengen sowie mit den von Swissgranum ergriffenen Massnahmen «könne Stand heute eine ausreichende Versorgung sichergestellt werden», so Weissflog.

Mit weniger besser produzieren

Im zweiten Teil der Qualitätstagung referierten verschiedene Experten über die Herausforderungen, mit denen sich die Branche konfrontiert sieht. Wie werden immer mehr Menschen, immer nachhaltiger und immer gesünder ernährt? Eine Herkules-Aufgabe für die ganze Wertschöpfungskette.

Bettina Kiener, Zeitung Schweizerbauer