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08.01.2026

Nachfrage im Toggenburg steigt weiter

Bild vom Anlass.
Bild vom Anlass. Bild: St. Gallen Kantonalbank
Mit dem Immobilienforum der St.Galler Kantonalbank fand am Mittwoch der grösste Ostschweizer Anlass der Immobilienbranche in St.Gallen statt. Rund 1000 Investorinnen, Bauunternehmer und Exponenten der Immobilienbranche trafen sich in der SGKB-Halle.

Der Boden bei den Zinsen ist erreicht

Thomas Stucki, Anlagechef der St.Galler Kantonalbank, präsentierte die Zinsaussichten für das Jahr 2026: «Die Nationalbank bleibt beim Leitzins von 0.0%.» Laut Stucki hat die SNB trotz der tiefen Inflation keinen Grund, den Schritt zu Negativzinsen zu machen. Der Franken werde zum US-Dollar, welcher von der Unsicherheit bezüglich der Unabhängigkeit der Fed belastet wird, zwar teurer. Aus Sicht der SNB wiege die höhere Inflation im Ausland die Stärke des Frankens aber auf. Für eine Zinserhöhung sei das Wachstum der Schweizer Wirtschaft 2026 aber noch zu schwach, so Stucki. «Die tiefen Zinsen halten die Nachfrage nach Immobilien hoch, vor allem von institutionellen Investoren.»

Steigende Preise im Toggenburg

Christine Eugster von Wüest Partner gewährte einen Einblick in die jüngsten Entwicklungen am Ostschweizer Immobilienmarkt: «Aufgrund des regen Zuzugs steigt im Toggenburg die Wohnungsnachfrage. Besonders Wohneigentum ist aufgrund der im kantonalen Vergleich noch moderaten Preise gefragt. Das begrenzte Angebot und die geringe Bautätigkeit haben die Preise zuletzt deutlich steigen lassen. Weitere Anstiege sind zu erwarten, dürften sich aber abschwächen.»

Impressionen des Anlasses. Bild: St. Galler Kantonalbank

Die 10-Millionen-Schweiz

Michele Salvi, Vizedirektor von Avenir Suisse, zeigte auf, dass die Schweiz auf eine 10-Millionen-Bevölkerung zusteuert – jedes Jahr wächst sie um die Grösse einer Stadt wie Lugano. Anhand aktueller Bevölkerungs-, Bau- und Bewilligungsdaten machte Salvi deutlich, dass der Druck auf Wohnraum und Infrastruktur weniger dem Wachstum selbst geschuldet ist als den politischen Vorgaben: «Knappheit ist kein Marktversagen, sondern ein Regelversagen.» In drei Thesen plädierte Salvi für mehr marktwirtschaftliche Steuerung statt fixer Pläne, schnellere und verlässlichere Bewilligungsverfahren sowie attraktivere Standortpolitik – insbesondere für die Ostschweiz. Raumpolitik sei immer auch Standortpolitik: «Wer Raumentwicklung erschwert, erschwert Wachstum und Wohlstand.»

St. Galler Kantonalbank / Toggenburg24
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