Der Leserbrief von Roman Hug, Präsident SVP Lichtensteig im Wortlaut:
«Die Kantonsräte der SVP Toggenburg sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger wehren sich bereits mit Leserbriefen vehement gegen diese Verengungen und Schikanen. Diese kosten unsere Gemeinde über 1,3 Millionen Franken an Steuergeldern.
Die SVP hält fest, dass Strassen zugunsten der Mobilität gebaut werden und primär diesem Zweck verpflichtet sind. Selbstverständlich soll Mobilität mit möglichst hoher Sicherheit gewährleistet werden. Der Sicherheit dient es jedoch kaum, wenn Strassen schmaler gebaut sowie Radstreifen und Busbuchten aufgehoben werden. Gereizte Fahrzeuglenker fahren garantiert nicht vorsichtiger, wenn sie sich aufgrund diverser Schikanen ärgern müssen.
Im jüngsten TVO-Bericht rechtfertigt Mathias Müller das Vorhaben mit Sicherheitsaspekten. Seine Äusserung, dass die Gegner des Projekts schnell durch die Steigrüti fahren möchten, ist jedoch eine unglückliche Formulierung. Denn niemand erhebt diesen Anspruch – was im Übrigen auch die Analysen der Kantonspolizei belegen. Laut dieser Auswertung fahren 85 % aller Fahrzeuge maximal 54,5 km/h oder langsamer. Massnahmen werden erst erforderlich, wenn 85 % der Verkehrsteilnehmer 55 km/h oder schneller fahren.
Die beidseitigen Schneemaden dieser Woche haben zudem gezeigt, dass wir jeden Zentimeter Strassenbreite benötigen. Verzichten wir doch auf teure Studien und Strassen-Verschlimmbesserungen. Beschränken wir uns stattdessen auf die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes – dann können alle zufrieden sein.»