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Mosnang
08.06.2023

Wiederansiedlung Glockenspiel Libingen

Das Glockenspiel soll wieder in die Region  zurückkehren. Das Bild zeigt den alten Standort in Hofen, Libingen.
Das Glockenspiel soll wieder in die Region zurückkehren. Das Bild zeigt den alten Standort in Hofen, Libingen. Bild: Wikipedia
In Libingen zog das grösste Glockenspiel Europas einst unzählige Touristen an. Ende der 1970er-Jahre endete die Erfolgsgeschichte abrupt, und für das «Albert Schweitzer Carillon» begann eine Odyssee quer durch Europa. Nun soll das Glockenspiel wieder in der Region angesiedelt werden.

Das Glockenspiel von Libingen ist legendär. Das dem Urwalddoktor Albert Schweitzer gewidmete Glockenspiel, auch «Carillon» genannt, bestand aus 60 Glocken, inklusive der «Gloriosa». Es war damals das grösste und schwerste Glockenspiel der Welt. Errichtet wurde es Mitte der 1960er-Jahre vom Zürcher Industriellen Walter Meierhans. Vor fünfzig Jahren lockte es an schönen Wochenenden jeweils Hunderte, zeitweise Tausende von Besucherinnen und Besuchern in den Libinger Weiler Hofen. Die permanenten Glockenklänge und die Verkehrsbelastung erfreuten jedoch nicht alle. Nach rund zehn Jahren liess der Besitzer das riesige Instrument demontieren und kehrte Libingen den Rücken. Anschliessend begann eine ereignisreiche Reise, die schliesslich in den Niederlanden endete.

Reise in die Niederlande
Ende 2020 kontaktierte Mathias Müller Max Gmür mit der Idee, das Glockenspiel Libingen als Klangbotschafter der Klangwelt Toggenburg in die Region zurückzuholen. Im Sommer 2021, als freies Reisen in Europa wieder möglich war, besuchte der Initiant Martinus Aarts zusammen mit Max Gmür die Glockengiesserei Royal Eijsbouts in Asten NL, wo das Glockenspiel Libingen seit dem Tod des letzten Betreibers eingelagert ist. Für die Vorführung des Glockenspiels organisierte Geschäftsführer Joep van Brussel den städtischen Glockenspieler von Leuven. Dabei konnten sich die beiden Gäste aus der Schweiz vom guten Zustand überzeugen, sowohl klanglich als auch mechanisch. Einzig die Steuerung ist unterhaltsbedürftig. Mit der Unterzeichnung eines Vorkaufrechtsvertrages ist ein möglicher Erwerb des Glockenspiels durch den Verkehrsverein Mosnang bis Ende 2024 gesichert.

Zurück oder in eine angrenzende Gemeinde?
Der Verkehrsverein Mosnang, Toggenburg Tourismus und Zürioberland Tourismus initiierten 2022 eine Konzeptstudie zur Klärung der Bewilligungsfähigkeit möglicher Standorte in und um Mosnang. Die Studie wurde vom Institut für Landschaft und Freiraum, dem Institut für Raumentwick- lung (FH Ost Rapperswil) und von ARNAL, Büro für Natur Landschaft AG in Herisau erstellt und aus den Mitteln der «Neuen Regionalpolitik» finanziert. Es wurden fünf mög- liche Standorte für eine Wiederansiedelung des Glockenspiels geprüft. Drei Standorte liegen in der Gemeinde Mosnang, zwei in angrenzenden Gemeinden.

Informationsabend am 15. Juni

Für die Initiatoren der Rückführung des Glockenspiels stellt sich nun die Frage, möchten die Libinger und Mosliger das Glockenspiel zurück oder wäre auch eine Ansiedlung in ei- ner angrenzenden Gemeinde denkbar, wenn dort ein überzeugendes Betriebskonzept vorliegt und die Trägerschaft gesichert ist. Hierzu laden wir Sie ein zum Informationsabend am 15. Juni um 20 Uhr in der Oberstufe in Mosnang. Wir freuen uns, wenn Ihnen das Schicksal des Libinger Glockenspiels am Herzen liegt, schreibt VV Mosnang-Präsident Max Gmür.

VV Mosnang/Max Gmür/toggenburg24
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