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Wattwil
09.01.2026

Lugano lässt wenig zu

Die wiedergenesene, junge Aussenangreiferin Leonie Kunz (17) macht auf sich aufmerksam.
Die wiedergenesene, junge Aussenangreiferin Leonie Kunz (17) macht auf sich aufmerksam. Bild: Teresa De Cristofaro
Raiffeisen Volley Toggenburg verlor das erste Heimspiel im neuen Jahr vor überschaubarer Heimkulisse gegen Volley Lugano mit 0:3. Die Tessinerinnen legten jeweils vor, während sich das Heimteam trotz starken Momenten sich selber ausbremste.

Nach dem Wechsel der Topscorerin Arita Ternava nach Italien stand die wiedergenesene Leoni Kunz auf der Angriffsoption im Einsatz und erwarb sich im zweiten Match des neuen Jahres weitere, wichtige Spielpraxis. Erneut erhielt Adiva Joseph auf der Diagonalposition zu Beginn den Vorzug gegenüber Heba Sól Stefánsdóttir. Im Verlaufe des Spiels standen bis zu drei Spielerinnen aus dem eigenen Jugendbereich von Toggenburg in diesem NLA-Spiel auf dem Feld. Damit setzte Head-Coach Detlev Schönberg einmal mehr den Plan und die Prioritäten des Nachwuchsvereins auch in die Tat um. Für dieses Heranführen junger Schweizer Spielerinnen ernten Schönberg und der Verein in der Liga und im Verband viel Lob. «Klar, es braucht auch Geduld, beim Team und in der Vereinsleitung, aber auch bei unseren Fans und Sponsoren, die uns so treu unterstützen», gibt Schönberg nach dem Spiel gleichzeitig zu bedenken.

Zweiter Satz nach 40 Minuten entschieden

Die neue Konstellation auf dem Feld war Chance und Test zugleich für das junge Heimteam. Die Annahme war an diesem Abend permanent unter Druck. Lugano gab sich keine Blösse und nutzte dies konsequent aus. Der erste Satz ging mit 25:16 klar an die Tessinerinnen. Auch im zweiten Durchgang änderte sich wenig. Raiffeisen Volley Toggenburg fand nur schwer seinen Rhythmus. In der Offensive gelang es keiner Spielerin, Verantwortung zu übernehmen und Punkte zu erzwingen. Daran konnte auch die mittlerweile eingewechselte Heba Sól Stefánsdóttir nichts ändern. Volley Lugano agierte im Gegenzug mit bemerkenswerter Leichtigkeit. Nach rund 40 Minuten war auch der zweite Satz mit 25:14 entschieden.

Mit einem Servicefehler endete die Partie

Der Start in den dritten Satz begann mit einer Serie von Eigenfehlern des Heimteams. Im Verlaufe dieses Durchgangs konnte Toggenburg zu Gegenschlägen ausholen und in Satzmitte bis auf wenige Punkte nachziehen. Die Verteidiung agierte konzentriert und schnelle Angriffe sorgten für Beifall beim Publikum. Am Ende reichte es nicht für einen vierten Durchgang. Mit einem Servicefehler zum 25:19 endete die Partie.

Neue Erfahrungen in die Partie nehmen

Am Sonntag greift Raiffeisen Volley Toggenburg nun in den nationalen Cupwettbewerb ein und spielt den 1/8-Final im Schweizer Cup gegen den VBC Aadorf (Sonntag, 11. Januar 2026, 16 Uhr, Löhracker, Aadorf). Mit den zwei bisherigen Spielen in neuer Formation kann das Team von Schönberg neue Erfahrungen mit in die Partie nehmen und sich neu aufgestellt beweisen.

Telegramm

Raiffeisen Volley Toggenburg – Volley Lugano 0:3

Sätze:   16:25, 17:25, 19:25

Raiffeisen Volley Toggenburg: Jil Joos, Lia Capraro, Leoni Kunz, Laura Gassmann, Cara Lewis, Adiva Joseph, Viviane Habegger / Alina Marty, Cosima Wildberger, Heba Sól Stefánsdóttir (eingewechselt) / Tessa Güssow, Efstathia Masoura, Darija Ilic, Jette Kleipa

Markus Imthurn / Toggenburg24
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