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St. Gallen
15.01.2026

Ernstes und Fröhliches an der Jahreseinläute 2026

Armin Bossart, Administrationsratspräsident, bei seiner Ansprache an der Jahreseinläute 2026 im Pfalzkeller.
Armin Bossart, Administrationsratspräsident, bei seiner Ansprache an der Jahreseinläute 2026 im Pfalzkeller. Bild: Roge Fuchs
Mit der traditionellen Jahreseinläute des Katholischen Konfessionsteils St.Gallen stehen die dem Konfessionsteil angeschlossenen Institutionen und das Bistum als eigene Körperschaft bereits mittendrin im 2026.

Es gelte den Spielraum zu nutzen, um in den Herzen der Menschen Grosses zu ermöglichen, sagte Verwaltungsdirektor Thomas Franck. Administrationsratspräsident Armin Bossart motivierte, das neue Jahr beherzt, begeistert und beseelt anzupacken. Auch die für alle erschütternde Tragödie in Crans-Montana liess er nicht unerwähnt.

Es ist jedes Jahr ein besonderer Moment, wenn an der Jahreseinläute des Katholischen Konfessionsteils die Mitarbeitenden sämtlicher Institution zusammentreffen, um gemeinsam innezuhalten und das neue Jahr einzuläuten – Administrationsrat Hans Brändle oblag heuer die Aufgabe, das Replikat der Gallusglocke zum Klingen zu bringen. «Er feiert in diesem Jahr sein 20-Jahr-Jubiläum im Administrationsrat und verfügt somit über die nötige Erfahrung», begründete Administrationsratspräsident Armin Bossart augenzwinkernd.

  • Lehrpersonen der Meitleflade traten als Gruppe mit dem Namen «Microsofties» auf. Bild: Roger Fuchs
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  • Für langjährige Mitarbeitende gibts Präsente, hier überreicht durch flade-Schulpräsidentin Barbara Hächler. Bild: Roger Fuchs
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  • Der neue Administrationsrat David Hutter wird im Rahmen der Jahreseinläute begrüsst. Bild: Roger Fuchs
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Das Lächeln nicht verlieren

In seiner Ansprache am Dienstagabend im Pfalzkeller St.Gallen hielt Armin Bossart fest, dass es ihm vor dem Hintergrund der Tragödie in Crans-Montana noch selten so schwergefallen sei, die richtigen Worte zu finden. Auch die vor einem Monat erhaltene Nachricht des Todes eines Mitarbeiters beim Konfessionsteil im Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI) macht betroffen.

Dennoch gelte es unter den Menschen hier das Lächeln nicht zu verlieren. Grund zur Freude gäbe es genug. Armin Bossart zählte Erfolge des vergangenen Jahres auf, die das Resultat engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien. «Wir dürfen stolz sein auf das Erreichte. Nicht naiv. Nicht selbstzufrieden. Aber ehrlich, dankbar und immer auch mit einem Lächeln», so der Administrationsratspräsident.

Ein zentraler Moment der diesjährigen Jahreseinläute bildete ebenso die Begrüssung des neuen Administrationsrats David Hutter aus Balgach und des neuen St.Galler Bischofs Beat Grögli. Dass die pastorale und die staatskirchenrechtliche Seite miteinander gut harmonierten, sei nicht selbstverständlich, so Armin Bossart. «Der Schlüssel dafür ist, dass beide Seiten wissen, wofür sie zuständig sind und wofür eben nicht.» Auch brauche es ein gegenseitiges Grundvertrauen. Bossart zeigte sich erfreut, dass man mit Bischof Beat dieses gegenseitige Vertrauen haben dürfe.

Verabschiedet wurde im Rahmen der Jahreseinläute der bisherige Administrationsrat Lothar Bandel. 16 Jahre lang diente er dem Katholischen Konfessionsteil des Kantons St.Gallen in der Exekutive. Im Rahmen der Würdigung erinnerte der Administrationsratspräsident an dessen Projekte und Höhepunkte während der Amtszeit.

Im Kleinen Grosses ermöglichen – Mitarbeitende geehrt

Mag die Welt auch verrücktspielen und der Krieg plötzlich wieder zur Normalität werden, vor Ort liesse sich immer noch viel Gutes bewegen, zeigte sich Verwaltungsdirektor Thomas Franck überzeugt. «Nutzen wir unseren Spielraum, unsere Möglichkeiten im Kleinen, um in den Herzen der Menschen, denen wir begegnen, Grosses zu ermöglichen.» Etliche Mitarbeitende tun dies bereits seit vielen Jahren und Jahrzehnten, wie sich jeweils bei den Ehrungen zeigt.

Über dreissig Personen – darunter Leute von der Verwaltung, Stiftsbibliothek, der flade, dem SPI – konnten für ihren langjährigen Einsatz Applaus und Dank entgegennehmen. Oben aus schwang der flade-Lehrer Felix Oesch, der im 2025 auf insgesamt 40 Jahre an der Schule zurückblicken konnte.

Flade begeistert mit musikalischen Darbietungen

Die flade stand in diesem Jahr auch noch aus einem weiteren Grund im Fokus: Sämtliche musikalischen Einlagen wurden von Lehrpersonen und flade-Schülerinnen und -Schülern aus den drei Schulhäusern gestaltet. Aus dem Notkerschulhaus begeisterte die «Happy GG-Combo»-Band, im Gallusschulhaus reaktivierte das Team die Tradition des gemeinsamen Musizierens und stand unter dem Namen «Microsofties» vor das Publikum und in der Buebeflade schlossen sich die musikalischsten Teammitglieder zusammen für ihre Darbietung des Titels «Viva la Vida» von der britischen Pop-Rock-Band «Coldplay». Mit «Viva la Vida» – Es lebe das Leben – lässt sich auch die diesjährige Jahreseinläute gut zusammenfassen, zeigten sich beim Anlass doch alle Facetten des Lebens, von Trauer bis hin zur Freude.

Roger Fuchs / Toggenburg24
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