Das Lächeln nicht verlieren
In seiner Ansprache am Dienstagabend im Pfalzkeller St.Gallen hielt Armin Bossart fest, dass es ihm vor dem Hintergrund der Tragödie in Crans-Montana noch selten so schwergefallen sei, die richtigen Worte zu finden. Auch die vor einem Monat erhaltene Nachricht des Todes eines Mitarbeiters beim Konfessionsteil im Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI) macht betroffen.
Dennoch gelte es unter den Menschen hier das Lächeln nicht zu verlieren. Grund zur Freude gäbe es genug. Armin Bossart zählte Erfolge des vergangenen Jahres auf, die das Resultat engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien. «Wir dürfen stolz sein auf das Erreichte. Nicht naiv. Nicht selbstzufrieden. Aber ehrlich, dankbar und immer auch mit einem Lächeln», so der Administrationsratspräsident.
Ein zentraler Moment der diesjährigen Jahreseinläute bildete ebenso die Begrüssung des neuen Administrationsrats David Hutter aus Balgach und des neuen St.Galler Bischofs Beat Grögli. Dass die pastorale und die staatskirchenrechtliche Seite miteinander gut harmonierten, sei nicht selbstverständlich, so Armin Bossart. «Der Schlüssel dafür ist, dass beide Seiten wissen, wofür sie zuständig sind und wofür eben nicht.» Auch brauche es ein gegenseitiges Grundvertrauen. Bossart zeigte sich erfreut, dass man mit Bischof Beat dieses gegenseitige Vertrauen haben dürfe.
Verabschiedet wurde im Rahmen der Jahreseinläute der bisherige Administrationsrat Lothar Bandel. 16 Jahre lang diente er dem Katholischen Konfessionsteil des Kantons St.Gallen in der Exekutive. Im Rahmen der Würdigung erinnerte der Administrationsratspräsident an dessen Projekte und Höhepunkte während der Amtszeit.
Im Kleinen Grosses ermöglichen – Mitarbeitende geehrt
Mag die Welt auch verrücktspielen und der Krieg plötzlich wieder zur Normalität werden, vor Ort liesse sich immer noch viel Gutes bewegen, zeigte sich Verwaltungsdirektor Thomas Franck überzeugt. «Nutzen wir unseren Spielraum, unsere Möglichkeiten im Kleinen, um in den Herzen der Menschen, denen wir begegnen, Grosses zu ermöglichen.» Etliche Mitarbeitende tun dies bereits seit vielen Jahren und Jahrzehnten, wie sich jeweils bei den Ehrungen zeigt.
Über dreissig Personen – darunter Leute von der Verwaltung, Stiftsbibliothek, der flade, dem SPI – konnten für ihren langjährigen Einsatz Applaus und Dank entgegennehmen. Oben aus schwang der flade-Lehrer Felix Oesch, der im 2025 auf insgesamt 40 Jahre an der Schule zurückblicken konnte.
Flade begeistert mit musikalischen Darbietungen
Die flade stand in diesem Jahr auch noch aus einem weiteren Grund im Fokus: Sämtliche musikalischen Einlagen wurden von Lehrpersonen und flade-Schülerinnen und -Schülern aus den drei Schulhäusern gestaltet. Aus dem Notkerschulhaus begeisterte die «Happy GG-Combo»-Band, im Gallusschulhaus reaktivierte das Team die Tradition des gemeinsamen Musizierens und stand unter dem Namen «Microsofties» vor das Publikum und in der Buebeflade schlossen sich die musikalischsten Teammitglieder zusammen für ihre Darbietung des Titels «Viva la Vida» von der britischen Pop-Rock-Band «Coldplay». Mit «Viva la Vida» – Es lebe das Leben – lässt sich auch die diesjährige Jahreseinläute gut zusammenfassen, zeigten sich beim Anlass doch alle Facetten des Lebens, von Trauer bis hin zur Freude.