Dass die Regierung des Kantons St. Gallen eine Impfpflicht einführen will und Menschen, die auf ihre körperliche Unversehrtheit bestehen, mit Bussen von bis zu 20'000 Franken bestrafen will, «hat zu einem Sturm des Protestes geführt», wie die Weltwoche schreibt.
Kistenweise Beschwerden
Und das Schweizer Fernsehen teilt in der Sendung «10 vor 10» mit, beim zuständigen St. Galler Regierungsrat und Gesundheitsvorsteher Bruno Damann (Mitte) seien «Hunderte von Beschwerden, nein, kistenweise Briefe und Mails mit Reaktionen von Leuten» eingetroffen. Der von SRF befragte Damann sagte zur Anzahl Briefe, wie viele es seien, könne er nicht sagen. Insgesamt habe er «etwa 2'500 Reaktionen bekommen.» Damann weiter: Die Regierung habe «nie mit so viel Widerstand gerechnet».
«Volk denkt mit»
Die Weltwoche schreibt dazu: «Grossartig. Das Volk lebt, das Volk denkt mit», und stellt zugleich die Frage, ob auch die Regierenden etwas gelernt hätten? Auf die Frage des Blattes, ob der Regierungsrat wirklich das Gefühl habe, er könne mit Bussen Menschen zum Impfen bewegen, habe Damann die «tiefblickende Antwort» gegeben: «Nein, damit rechnen wir nicht».
Impfen oder zahlen
Auf die Nachfrage, warum die Regierung das denn in ein Gesetz schreiben wolle, habe Damann geantwortet, bei Nichtbefolgen einer Impfpflicht werde diesfalls «eben gebüsst». Die Regierung würde niemanden zum Impfen zwingen. Jeder könne entscheiden, ob er Geld bezahlen wolle oder sich impfen lasse.