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Lichtensteig
16.02.2022

Nicole Cuoto - Eine Fasnachtsgesellschaft nicht im, sondern fürs Städtli

Nicole Couto, Präsidentin der FGL. Bild: Gemeinde Lichtensteig
Die Fasnachtsgesellschaft Lichtensteig (FGL) hat eine lange Geschichte. Heute kümmern sich neun Mitglieder um die fasnächtlichen Belange im Städtli. Seit über 20 Jahren ist auch Nicole Couto, die heutige Präsidentin, mit dabei. Fasnachtseröffnung, Hennenessen, Spaghettiplausch, Kinderfasnacht, Umzug durchs Städtli – jedes Jahr ist das Programm der Fasnachtsgesellschaft Lichtensteig (FGL) prall gefüllt. Dass nur neun Mitglieder die Organisation übernehmen, überrascht. «Seit der Gründung 1979 waren es auch schon weniger», erzählt Nicole Couto, Präsidentin der FGL.

Fasnacht für die Bewohner, nicht den Verein
Über 40 Jahre FGL heisst auch, dass sich Traditionen gebildet haben. Diese zu erhalten sei ihr ein wichtiges Anliegen, sagt Nicole Couto. «Wir sind alles eingefleischte Fasnächtler, die das Traditionelle an der Städtlifasnacht wahren möchten.» Dabei sei es nicht als Selbstzweck zu verstehen – die FGL organisiert die Anlässe nicht für sich selbst, sondern für die Bewohnerinnen und Bewohner Lichtensteigs. Couto freut es besonders, dass da Jung und Alt gleichermassen mit dabei sind. «Ich möchte mich im Namen der FGL ganz herzlich für die grosse Unterstützung aller unserer Fasnachtsfreunde, die uns über so viele Jahre treu geblieben sind, bedanken.»

Und tatsächlich sind die Anlässe regelmässig sehr gut besucht. Die Pandemie machte die Arbeit allerdings laut Nicole Couto schwierig. «Aktuell muss man sehr flexibel sein, das bringt die jetzige Zeit so mit sich.» So musste für 2022 das traditionelle Hennenessen abgesagt werden – aber trotzdem habe man etwas Schönes organisieren können: Vom 18. bis 20. Februar findet im Städtli eine Freiluft-Fasnacht statt.

Von drei auf neun
Nicole Couto stiess anfangs der 2000er-Jahre zur FGL. Damals bestand der Verein nur noch aus drei Personen, welche die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer zu organisieren versuchten. «Sie suchten dringend Unterstützung», erinnert sich Couto. Das war der Moment, als sie sich zusammen mit Rolf Nägeli und weiteren Fasnächtlern dazu entschied, aktiv mitzuwirken. Denn sie alle einte ein Ziel: «Wir wollten zusammen die Städtli-Fasnacht aufrechterhalten.»

«Wir haben ein ganz besonderes Völkchen in Lichtensteig»
Aber weshalb überhaupt Lichtensteig? Sie lebe seit 30 Jahren im Städtli und liebe das Leben und die Menschen hier, sagt Nicole Couto. «Wir haben ein ganz besonderes Völkchen in Lichtensteig, und ich schätze daran, dass viele dem Motto "leben und leben lassen" folgen.» Sie habe das Glück gehabt, in Lichtensteig viele langjährige Freundschaften gefunden zu haben. Ihr würde es im Städtli an nichts fehlen, solange die Familie und ihre Freunde da seien. «Alles Zusätzliche ist ein schönes Zückerli obendrauf», sagt sie und lacht.

Gepflegte Tradition und ein Super-Team
Nun ist Nicole Couto seit über zwanzig Jahren mit dabei. Ihre Motivation ist immer noch dieselbe geblieben – sie möchte den Fasnächtlern in Lichtensteig einen schönen Rahmen zum Feiern bieten. «Und vor allem den Jüngsten die Fasnacht näher bringen», ergänzt sie. Denn Traditionen solle man pflegen, und das bedarf des Nachwuchses – und eines super Teams, wie Nicole Couto betont. «Ich kann mich jederzeit zu 100 % auf meine Leute verlassen. Sie zeigen immer sehr viel Einsatz. Danke schön, ihr Lieben!»

Zur Person
Nicole Couto ist 52 Jahre alt und verheiratet. Sie hat zwei erwachsene Kinder und eine Enkelin. Nicht nur die Fasnachtsgesellschaft macht ihr Spass, auch ihr Beruf als Sekretärin in einer Sägerei bereitet ihr grosse Freude, ebenso der Schiesssport und der Besuch von Konzerten.

Gemeinde Lichtensteig