Home Region In-/Ausland Sport Rubriken Agenda
Wildhaus-Alt St. Johann
13.07.2022
13.07.2022 14:14 Uhr

«Was du verkündest erfülle im Leben»

Michael Nolle (links) wurde von Bischof Markus (rechts) zum Diakon geweiht. Bild: Bistum St. Gallen
Michael Nolle aus Wildhaus wurde von Bischof Markus zum Diakon geweiht.

Am Samstag hat Bischof Markus Büchel vier ständige Diakone geweiht: Richard Burki, Seelsorgeeinheit Werdenberg, Michael Nolle, Seelsorgeeinheit Oberes Toggenburg, Martin Rusch, Seelsorgeeinheit Gossau und Robert Schätzle, Seelsorgeeinheit Rapperswil-Jona. Eine grosse Gottesdienstgemeinde feierte die Weiheliturgie mit. Die Dankesworte nach dem Gottesdienst wurden immer wieder durch Applaus unterbrochen, es war eine frohe Feier.

Mit der Weihe zu ständigen Diakonen möchten sich die vier Seelsorger noch verbindlicher in den Dienst der Kirche und des Bistums St.Gallen stellen. Ursprüngliche und bleibende Aufgabe des ständigen Diakons ist die Diakonie, der soziale Dienst im Geiste Jesu. Weitergehören die Verkündigung der Frohbotschaft, das Mitwirken in Gottesdiensten, die Feier von Taufen und Hochzeiten, Segnungen und vieles mehr zu den Aufgaben. Im Unterschied zu Diakonen, die auf dem Weg zum Priesteramt sind, können Kandidaten für den ständigen Diakonat verheiratet sein.

In der Weiheliturgie wurden sie durch Franz Kreissl, Diakon und Pastoralamtsleiter, vor dem Bischof als würdig und geeignet erklärt. Ebenso stimmten die Ehefrauen vor dem Bischof der Weihe zu. Während der Allerheiligenlitanei lagen die Weihekandiaten auf dem Boden ausgestreckt. Dies als Zeichen der eigenen Schwachheit und des Angewiesenseins auf die Hilfe Gottes. Dann wurde ihnen von Bischof Markus Büchel durch Handauflegung und Gebet die Diakonenweihe gespendet, bevor ihnen die Diakonenstola umgelegt wird. Zum Schluss des Weiheaktes erhalten sie von Bischof Markus Büchel das Evangeliar mit den Worten: «Empfange das Evangelium Christi. Zu seiner Verkündigung bist du bestellt. Was Du liest ergreife im Glauben; was du glaubst das verkünde, und was du verkündest erfülle im Leben». 

Michael Nolle und seine Frau Anne, die ebenfalls ihr Einverständnis geben musste für die Diakonenweihe. Bild: Bistum St. Gallen

Aus dem Toggenburg wurde Michael Nolle zum Diakon geweiht

Von Strassberg auf der Schwäbischen Alp kam Michael Nolle (1969) ins Toggenburg. Er studierte Theologie in Freiburg und Frankfurt. Zwischenzeitlich absolvierte er eine Ausbildung zum Diplom-Krankenpfleger und arbeitete mehrere Jahre in diesem Beruf. Seine ersten Seelsorger-Aufgaben führten ihn ins Bistum Basel, 2013 wechselte Michael Nolle ins Bistum St.Gallen. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Für ihn bedeutet das Amt des Diakons in erster Linie eine noch stärkere Verbundenheit mit der Kirche, weltweit wie mit der Bistumskirche. Seine Kolleginnen und Kollegen sowie Mitglieder der Räte beschreiben ihn als einfühlsamen Seelsorger, nahe bei den Menschen, der die christliche Botschaft aus innerer Überzeugung heraus vermittelt. Michael Nolle bezeichnet sich als «ganz normalen Durchschnittschristen», der Hoffnung für sich und für die Kirche lebt und sich immer wieder daran freut, mit Menschen über die Frohbotschaft zu sprechen.

Aus Deutschland angereist war eine ganze Gruppe von Ministrantinnen und Ministranten, alles Familienmitglieder von Michael Nolle. Bild: Bistum St. Gallen
Bistum St.Gallen