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18.11.2022

Zürich lehnt Gesuch für Public Viewing aus politischen Gründen ab

2018 gab es noch diverse Public Viewings auf öffentlichen Plätzen in Zürich. 2022 wird keines durchgeführt. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
Die Stadt Zürich hat ein Public Viewing der Fussball-WM in Katar abgelehnt. Dies nur einen Tag nachdem das städtische Parlament einen entsprechenden Vorstoss überwiesen hat. Der Stadtrat nutzt auch das Argument des Energiesparens.

Geplant war ein Zelt mit Platz für 800 Personen, wie die Stadt Zürich am Donnerstag mitteilte. Das Public Viewing sei nur schon aufgrund der knapp werdenden Energie und der zunehmenden Dringlichkeit, Energie zu sparen, nicht angezeigt. Denn das Zelt müsste gemäss dem Konzept der Gesuchsteller geheizt werden, heisst es in der Mitteilung.

Der Stadtrat verweist aber auch auf ein Postulat, das der Gemeinderat am Mittwoch überwiesen hat. Damit wird der Stadtrat aufgefordert, zu prüfen, ob Public Viewings der Fussball-WM auf öffentlichem Grund verboten werden könnten. «Das Parlament hat seinen Willen klar zum Ausdruck gebracht», schriebt der Stadtrat dazu.

Später Vorstoss

In der Debatte am Mittwoch wurde häufig betont, dass das Postulat reichlich spät käme. Die Weltmeisterschaft beginnt bereits am Sonntag. Um das einzige bewilligungspflichtige Gesuch für ein Public Viewing in der Stadt Zürich abzulehnen, hat die Zeit noch gereicht.

Das Gesuch ging am 3. November ein. Wie die "NZZ" schreibt, war es in der Nähe des Zürcher HB im Kreis 4 geplant.

Keystone-SDA/Toggenburg24