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Lifestyle
12.04.2021

Tagesfamilie als optimale Betreuungsform während Pandemie

Es wurde klar, dass die Betreuung in der Tagesfamilienstruktur die geforderte Stabilität und Professionalität mitbringt, um auch Ausnahmesituationen zu meistern. Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung
Die Herausforderungen der Corona-Zeit waren für Tagesfamilien Linthgebiet gross. Durch die engagierte Arbeit aller Beteiligten konnten die Klippen jedoch überwunden werden.

Die Vereinsversammlung der Vereins Tagesfamilie Linthgebiet Ende März hat gezeigt, dass dank der engagierten Arbeit aller Beteiligten, insbesondere der Betreuungspersonen in Tagesfamilien, die Herausforderungen der Pandemie überwunden werden konnten. Es wurde sichtbar, dass die familienergänzende Betreuung in der Tagesfamilienstruktur die geforderte Stabilität und Professionalität mitbringt, um auch solche Ausnahmesituationen zu meistern. Ebenso zeigte sich die Tagesfamilienbetreuung als systemrelevante Dienstleistung, die das Wohl der Kinder immer im Blick hat.

Homeoffice-Pflicht und wechselnde Massnahmen

Von einem Tag auf den anderen sah man sich in der Tagesfamilienbetreuung mit veränderten Bedingungen konfrontiert. Während die einen Eltern im Home-Office arbeiteten und deswegen ihre Kinder nicht mehr in die Tagesfamilienbetreuung brachten, war es an anderen Orten nötiger, Eltern zu entlasten und noch flexiblere Betreuungszeiten anzubieten. Die Pandemie brachte es mit sich, dass unter dem Strich deutlich weniger Betreuungsstunden geleistet wurden als in den Vorjahren. Die Betreuungsarbeit war aber aufgrund der Situation meist zeitintensiver und aufwändiger.

Der Schutz der Gesundheit aller Beteiligten stand stets im Fokus von Tagesfamilien Linthgebiet und so waren alle Ebenen gefordert, den Regelungen und Massnahmen Folge zu leisten. Einmal mehr konnte sich der Verein dabei auf den Verband Kinderbetreuung Schweiz kibesuisse verlassen, der mit hoher Beratungsbereitschaft verbindliche Informationen und eine einheitliche Vorgehensweise vermittelte. Trotzdem blieb die Umsetzung im Tagesfamilien-Alltag ein Herkulesaufgabe, die nur dank grosser Flexibilität und vielen Extrastunden gemeinsam gemeistert werden konnte. In besonderem Masse gefordert war Anita Gübeli, die Leiterin Rechnungswesen. Sie behielt im Dschungel der Corona-Bürokratie den Überblick und stellte sich mit grossem Engagement den komplexen Abrechnungssituation.

Gemeinden haben Vertrauen in die Arbeit von Tagesfamilien Linthgebiet

Neun Gemeinden aus See-Gaster haben mit Tagesfamilien Linthgebiet eine Leistungsvereinbarung für die Betreuung von Tageskindern, beim Mittagstisch sind es acht Politische resp. Schulgemeinden. Im August durfte der Verein auch Eschenbach als Vertragspartner für das Mittagstischangebot gewinnen. Von Amden bis Schmerikon und von Benken bis Gommiswald sind die Vermittlerinnen Rosmarie Schmucki und Franziska Meyer unterwegs. Sie sorgen für das reibungslose Aufgleisen der Betreuungssituationen und sind emphatische Ansprechpersonen für die Betreuungspersonen in Tagesfamilien und die Eltern der Tageskinder. Leiterin Geschäftsstelle und Vermittlung von Tagesfamilien Linthgebiet ist Brigitte Zahner. Bei ihr laufen alle Fäden zusammen und sie verbindet mit viel Knowhow und Kompetenz die verwaltungstechnischen Aufgaben mit der operativen Seite. Seit März 2020 befindet sich die Geschäftsstelle an der Rietstrasse 4 in Schänis. Hier werden nun generell auch die anfallenden Arbeiten im Bereich Rechnungswesen und Vermittlung erledigt, wobei wegen Corona die Präsenz nur «gestaffelt» wahrgenommen werden konnte.

Versammlung erneut über «Zoom»

Ende März durfte Vereinspräsidentin Daniela Zimmermann den Vorstand und die Revisoren per Zoom zur 13. Vereinsversammlung begrüssen. Die ordentlichen Traktanden mit Abnahme der Jahresberichte, der Jahresrechnung 2020 und des Budgets 2021 konnten sehr schnell abgehandelt werden. Der Rückblick aufs Jahr 2020 rief allen in Erinnerung, dass nur dank des grossen Einsatzes aller Beteiligten das Ausnahmejahr «gestemmt» werden konnte. Dieses zielgerichtete und effiziente Arbeiten zeigte sich auch in der Ausarbeitung eines Projektes für Schulergänzende Betreuung (SEB), welches spezifisch für eine Vertragsgemeinde entwickelt wurde. Auch wenn das Projekt aktuell nicht realisiert wird, ist klar geworden, dass Tagesfamilien Linthgebiet auch im Bereich der SEB als geeigneter Partner mit seiner Expertise in Erscheinung treten kann. Es wird sich zeigen, ob nebst Tagesfamilienbetreuung und Mittagstischangebot auch die Schulergänzende Betreuung unter dem Dach des Tagesfamilienvereins eine Zukunft hat. Die Verantwortlichen von Tagesfamilien Linthgebiet sind auf alle Fälle gerüstet für neue Modelle, gute Kooperationen und für die kommenden Herausforderungen der immer noch anhaltenden Corona-Situation.

Tagesfamilie Linthgebiet