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Politik
20.09.2022

Mehr Strom aus Wasserkraft - St. Galler Kantonsrat fordert Bericht

Der Gigerwald-Stausee liefert rund die Hälfte des St. Galler Stroms aus Wasserkraft. Die Regierung muss in einem Bericht aufzeigen, wo noch Potenziale bestehen. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Im Kanton St. Gallen soll mehr Strom aus Wasserkraft erzeugt werden. Die Regierung wird in einem Bericht darlegen, wo und in welchem Umfang noch Potenzial vorhanden ist. Der Kantonsrat überwies am Dienstag ein Postulat von FDP, SVP und Mitte-EVP.

Rund 140 Wasserkraftwerke liefern im Kanton St. Gallen derzeit gut 600 Gigawattstunden jährlich. Dies deckt einen vergleichsweise kleinen Anteil von 17 Prozent des Stromverbrauchs, wie die Regierung in ihrer Antwort auf das Postulat "Erhöhung der Stromproduktion durch effizientere Wasserkraftanlagen" schrieb.

Das grösste Wasserkraftwerk im Kanton ist die Anlage Gigerwald-Mapragg der Kraftwerke Sarganserland, die 51 Prozent des St. Galler Wasserkraft-Stroms liefert. Die übrigen Anlagen sind mehrheitlich klein. Das Potenzial für Wasserkraft ist laut Regierung in St. Gallen "zum grössten Teil bereits genutzt".

Trotzdem will die Regierung prüfen, wo noch Potenziale brach liegen oder Anlagen vergrössert werden können. So soll beispielsweise ein Laufkraftwerk am Rhein bei der Ellhornschwelle in Sargans erneut geprüft werden. Vor rund zehn Jahren waren entsprechende Pläne nicht mehr weiterverfolgt worden.

Keystone-SDA/Toggenburg24